Anwendung und Dosierung der Schüssler Salze

Tabletten

Erwachsene sollten bei akuten Beschwerden alle fünf Minuten eine Tablette zu sich nehmen, bis eine Besserung eintritt. In chronischen Fällen oder zur nachfolgenden Behandlung empfiehlt es sich, 3-6-mal täglich ein bis zwei Tabletten einzunehmen.

Kinder unter 12 Jahren hingegen, erhalten bei heftigen Beschwerden ein- bis zweistündlich eine Tablette. Zur nachfolgenden Behandlung ist eine Tablette, 3-4-mal täglich sinnvoll. Dies gilt auch in chronischen Fällen.

Die Tablette im Mund zergehen lassen

Damit die Arzneistoffe ohne Umweg direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, sollten Sie die Tabletten langsam im Mund zergehen lassen. Achten Sie jedoch darauf, diese eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen einzunehmen.

Bei dem Schüssler Salz Nr. 7, Magnesium phosphoricum, hat sich eine andere Anwendungsweise bewährt: Die so genannte „Heiße Sieben“. Dazu werden zehn Magnesium phosphoricum Tabletten in heißem Wasser aufgelöst und möglichst warm in kleinen Schlucken getrunken. Man behält die Lösung einige Zeit im Mund, damit bereits über die Schleimhäute das Schüssler Salz aufgenommen wird. Vor jedem Schluck ist die Lösung erneut umzurühren. Diese Einnahmeweise wirkt besonders schnell und intensiv. Zwar wurde sie speziell bei dem Schüssler Salz Nr. 7 erprobt, aber auch die anderen Salze können durchaus auf diese Weise verabreicht werden.

Salben und Lotionen

Die Salben und Lotios sind ausschließlich für die äußerliche Anwendung bestimmt. Dabei empfiehlt es sich, diese 1-2-mal täglich dünn aufzutragen und leicht in die Haut einzumassieren. Bei akuten Beschwerden werden die Salben mehrmals täglich aufgebracht, bei chronischen Erkrankungen ist ein Salbenumschlag über Nacht sinnvoll.

Hinweise zu den Potenzen

Die Potenz beschreibt in der Homöopathie den Verdünnungsgrad des Mittels (siehe dazu den Artikel: Homöopathisches Potenzieren). Bei der Therapie mit Schüssler Salzen trifft man für gewöhnlich auf die Potenzen D3, D6 und D12. Die Potenzierung der Salze hat einen anderen Hintergrund als die Potenzierung anderer homöopathischer Heilmittel. Schüssler begründete die Notwendigkeit der Potenzierung damit, dass die einzelnen Moleküle der Salze bei entsprechend hoher Potenz vollständig vom Verdünnungsmittel umgeben sind und somit getrennt von den anderen Molekülen eingesetzt werden können. Diese Vorstellung wurde wissenschaftlich zwar widerlegt, der grundlegende Gedanke jedoch, dass die Salze durch die Verdünnung besser über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, ist richtig, da die Verdünnung die Moleküle in sehr kleine Portionen verpackt. Somit ist der Wirkstoff wirksamer, wenn dieser stark verdünnt ist, also wenn die Zahl hinter dem Buchstaben D größer ist.

Schüßler selbst empfiehlt bei der Anwendung vieler Salze die Potenz D6, wobei er anmerkt, dass wasserunlösliche Substanzen in der Potenz D12 eingenommen werden sollten (Nr. 1 Calcium Fluoratum, Nr. 3 Ferrum Phosphoricum, Nr. 11 Silicea). Auch die Ergänzungsmittel Nr. 13 bis Nr. 27, die nach dem Tode Dr. Schüsslers der Liste der Schüssler-Salze hinzugefügt wurden, werden vorwiegend in der Potenz D12 angewendet.